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Expedition Arktis: Eisbären in Sicht

Auf zu den Eisbären! Ich habe es getan! Gebucht! Meine erste längere Seereise auf einem großen Schiff. Und dann gleich 14 Tage. Durch eine einsame Gegend. Ohne Chance zwischendurch von Bord zu gehen. Gefangen mit meinen Mitpassagieren. Kaum Freiraum für meine heißgeliebte Individualität. Ich muss verrückt sein! Oder vielleicht doch nicht? Es geht hier nämlich nicht um ein x-beliebiges Kreuzfahrtschiff, das mit Cluburlaubern befrachtet durchs Mittelmeer schippert. Sondern um ein echtes Expeditionsschiff. Ausgestattet für polare Gewässer. Die Abenteuerlust lockt. Und noch viel mehr die Könige der Arktis, die Eisbären.

Eisbären mitten im Packeis vor der grönländischen Küste

Eisbären mitten im Packeis vor der grönländischen Küste

Eisbären Fan

Eisbären sind meine absoluten Lieblingstiere. Schon immer gewesen, von frühster Kindheit an. Damals hatte ich ein wahres Sammelsurium an Eisbären: Kuscheltiere, Kissen, Wandkalender und sogar einen Mikrowellen-Eisbär, der dank seiner körnigen Füllung zum Wärmekissen umfunktioniert werden konnte. Das habe ich aber nie übers Herz gebracht. Ein Eisbär, der erhitzt wird, irgendwie unnatürlich 😉

Schwimmender Eisbär, Arktis

Schwimmender Eisbär

Per Schiff nach Spitzbergen, Grönland und Island

Aber zurück zur Seereise. Eine geniale Route, die ich mir besser kaum vorstellen könnte. Vom hohen Norden in Spitzbergen geht es über den einsamen Nordost-Grönland Nationalpark bis nach Reykjavik auf Island. Drei große Inseln, Arktis pur. Unberührte Natur, tiefe Fjorde und hohe Berge erwarten uns. Und natürlich hoffe ich, auch einige Vertreter der arktischen Tierwelt zu treffen wie Eisbären, Moschusochsen oder Polarhasen.

Polarhase im Nordost-Grönland Nationalpark

Polarhase in Grönland

Ankunft auf Spitzbergen

Schon der Anflug auf Spitzbergens größte Siedlung, Longyearbyen, ist aufregend. Es ist halb zwei morgens. Und taghell. Ende August! Klar weiß ich, dass im Sommer die Sonne im hohen Norden tagelang nicht untergeht. Mitternachtssonne nennt sich dieses Phänomen. Aber so spät im Sommer habe ich nicht damit gerechnet. Schlagartig wird mir klar, wie weit im Norden wir wirklich sind.

Taghell dank Mitternachtssonne

Abenteuerlich ist auch unsere Ankunft in den Coal Miners’ Cabins. Wir sind die Einzigen, die hier absteigen und die Letzten im Bus. Die sympathische Busfahrerin erklärt uns, dass wir unseren Schlüssel und eine Übersichtskarte im Briefkasten finden. Damit bewaffnet machen wir uns auf die Suche nach unserer Cabin, die wir schließlich ein ganzes Stück die Straße runter entdecken. Es stellt sich heraus, dass unser Bett ein Ausziehsofa ist, das noch dazu völlig verbogen ist. Super! Aber an Schlafen ist eh nicht zu denken. Schließlich ist es draußen bereits hell. Wir sind viel zu aufgeregt, an diesem abgelegenen Fleckchen Erde zu sein und können es kaum erwarten, endlich auf Entdeckungstour zu gehen.

Longyearbyen: Dreh- und Angelpunkt von Spitzbergen

Die Einwohner von Longyearbyen leben heute größtenteils vom Tourismus und der Forschung. Unter anderem befindet sich hier eine Außenstelle des norwegischen Polarinstitutes. Für die Touristen ist Longyearbyen Ausgangspunkt für ihre Seereise oder Ausflüge in die Umgebung, wie Wanderungen, Schneemobiltouren oder Hundeschlittenfahrten. Das Straßennetz ist nur etwa 40 Kilometer lang, daher sind Schneemobile und Boote die Hauptfortbewegungsmittel.

Longyearbyen, Spitzbergen

Bunte Häuser in Longyearbyen

Das erklärt auch die zahlreichen Schneemobile, die hier überall rumstehen. Und ohne ihren Schnee ganz verloren aussehen. Wie Schiffe auf dem Trockenen. Gefühlt gibt es hier mehr Schneemobile als Einwohner. Aber das kann natürlich auch täuschen. Motivierter sind dagegen die bunten Häuschen, die selbst bei unserem grauen Nieselregenwetter leuchten. Und die vielen Outdoor-Läden. Ein klarer Hinweis, welche Art von Kleidung in diesen Breitengraden angesagt ist. Abenteuerlust liegt in der Luft.

Einkaufsstrasse, Longyearbyen, Spitzbergen

Einkaufsstraße

Auf den Spuren der Polarforscher

Beim Mittagessen im Radisson Blu Hotel lernen wir schon erste Mitreisende kennen. Und stauben den Tipp ab, uns unbedingt noch schnell das Svalbard Museum anzuschauen, das nördlichste Museum der Welt. Gesagt, getan. Kurz darauf bestaunen wir Exponate aus der Zeit der frühen Forscher und Entdecker und tauchen in das Leben der Walfänger und Trapper ein. Auch ein paar ausgestopfte Exemplare der arktischen Tierwelt sind hier versammelt. Hmmm, die würde ich ja dann doch lieber in lebendig sehen.

Russische Kultur in Barentsburg

Als wir nachmittags an Bord der Fram gehen, wartet eine willkommene Überraschung auf uns: Der erste Landgang ist schon gleich für heute Abend anberaumt. Die russische Bergbausiedlung Barentsburg. Diese entpuppt sich als eine interessante Mischung aus alten, halb verfallenen Holzhäusern und klotzigen Sowjetbauten. Der Regen hat sich verzogen und die tiefstehende Sonne taucht den Ort in ein romantisches Licht. Herrlich! (Mehr über Barentsburg findest du im Spitzbergen Artikel)

Sonnenuntergang über Barentsburg, Spitzbergen

Sonnenuntergang über Barentsburg

Ny-Ålesund: Nördlichstes Postamt der Welt

Den nächsten Tag verbringen wir ebenfalls an der wunderschönen Küste Spitzbergens. Bei strahlendem Sonnenschein besuchen wir die Wetter- und Forschungsstation Ny-Ålesund. Auch das Alfred-Wegener-Institut ist hier vertreten. Neben der atemberaubenden Kulisse beeindruckt die Siedlung mit dem nördlichsten Postamt der Welt und einer Statue des berühmten norwegischen Polarforschers Roald Amundsen.

Die Post von Ny-Ålesund, Spitzbergen

Die Post von Ny-Ålesund

Eisbären auf Spitzbergen

Am Nachmittag besuchen wir den atemberaubenden Magdalenefjord (Fotos), wo wir zu einem Gletscher wandern. Und wir erspähen unseren ersten Eisbären! Juhu! Allerdings ist er ziemlich weit weg und gut getarnt. Auch Walrösser werden von der Brücke aus gesichtet. Diese wirken auf die Entfernung eher wie Baumstämme. Trotzdem ein genialer Auftakt unserer Expeditions-Seereise. Wir drücken die Daumen für weitere tolle Tierbegegnungen und Eisbären in Grönland.

Magdalenefjord, Nordwest-Spitzbergen-Nationalpark,Spitzbergen

Bunte Tundralandschaft im Magdalenefjord

Kurs auf den Nordost-Grönland Nationalpark

Über Nacht nimmt unser Expeditionsschiff, die Fram, Kurs auf Grönland. Dabei folgen wir auf der Framstraße den Spuren des berühmten Polarforschers Roald Amundsen, der diese Route mit der ursprünglichen Fram entlang segelte. Nach einem Tag auf See heißt es „Land in Sicht!“ Allerdings ist es trotzdem unerreichbar. Ein dichter Gürtel aus Packeis hat sich zwischen unser Schiff und das grönländische Festland geschoben. Wir sind dem Wetter ausgeliefert und kommen nicht an Land.

Packeis vor Nordost-Grönland, Expedition, Fram, Hrutigruten

Nordost-Grönland voraus: Land in Sicht, aber doch unerreichbar

Arctic Fever – fasziniert vom Eis

Umso faszinierender ist es aber, draußen an Bord zu stehen und dem unbeschreiblich tollen Geräusch des knackenden und brechenden Eises zu lauschen. Das Eis zieht mich völlig in seinen Bann. Jede Scholle sieht anders aus. Die verschiedenen Formen und Farben sind wie aus einer anderen Welt. Begeistert schieße ich ein Foto nach dem nächsten, um die phänomenale Natur um mich herum irgendwie festzuhalten. Dann wieder schaue ich einfach nur und genieße. So vergehen die Stunden wie im Flug. Nie im Leben hätte ich gedacht, dass mich Eis so faszinieren könnte. Es hat mich gepackt, das Arctic Fever!

Fasziniert vom Packeis, Expedition Nordost-Grönland, Fram

Fasziniert vom Packeis

Treibeis vor Grönland, Expedition Fram

Geniale Farben und Formen

Wunderschöner Eisberg vor der grönländischen Küste, Arktis Expedition

Wunderschöner Eisberg

Eisscholle vor der grönländischen Küste, Arktis Expedition

Eisscholle

Schade ist allerdings, dass wir durch das Packeis unsere Anlandungen in Danmarkshavn und Daneborg verpassen. Denn nach dem faszinierenden Erlebnisbericht von Bjarki, Mitglied des Expeditionsteams und früher selbst mit der Sirius Hundeschlitten-Patrouille unterwegs, hatten wir uns alle schon sehr auf einen Besuch der Station gefreut. Auch weitere Mitglieder der Sirius-Patrouille zu treffen, wäre sicher interessant gewesen. Aber das ist eben das Spannende an einer Expeditions-Seereise: Route und Fahrplan werden von Eis und Wetter bestimmt. Die Natur gibt die Marschrichtung an. Aus Plan A wird dann schnell mal Plan B, C oder D.

Eisberg, Nordost-Grönland Nationalpark, Hurtigruten Expedition

Einfach nur genial!

Im 7. Eisbären Himmel

Wir werden dafür aber mit einem Erlebnis belohnt, bei dem ich jetzt noch Gänsehaut bekomme und gleich wieder pures Glück durch meine Adern rauscht: Eisbären auf dem Packeis! Meine Lieblingstiere in ihrem natürlichen Lebensraum. Schöner könnte es gar nicht sein. Unsere ersten Eisbären vor der grönländischen Küste sind eine Eisbärenmama mit ihrem Jungen. Die beiden bieten uns eine richtige Show: Schwimmen, auf Eisscholle klettern, trocken wälzen, schlafen, das volle Programm an Eisbären Verhalten 🙂

Nickerchen nach dem Schwimmen, Eisbären im Packeis, Grönland

Nach dem Schwimmen machen die Eisbären erstmal ein Nickerchen

Knuffiges Eisbärenjunge, Eisscholle Nordost-Grönland

Knuffiges Eisbärenjunges

Eisbären auf dem Treibeis, Nordost-Grönland

Startklar für die nächste Runde Schwimmen?

Schwimmende Eisbären

Schwimmende Eisbären

Eisbären in Sicht

Noch zwei weitere Male haben wir Glück auf unserer Reise: „Eisbären in Sicht“, ertönt die Durchsage von der Brücke. Jedes Mal stürmen begeistert alle nach draußen. Dem stattlichen, männlichen Eisbären, dem wir als nächstes begegnen, ist unser Schiff allerdings nicht ganz geheuer. Er hält lieber etwas Sicherheitsabstand. Auch Eisbären können anscheinend skeptisch sein.

Eisbären, Nordost-Grönland Nationalpark

Wir werden misstrauisch beäugt

Ganz anders dagegen eine junge Eisbärin, die wir abends zur Dinnerzeit treffen. Neugierig schwimmt sie in Bahnen neben der Fram her. Vermutlich lockt der leckere Geruch aus der Küche. Schließlich gibt die Eisbärin auf und machte es sich auf einer Eisscholle bequem.

Schwimmender Eisbär, Nordost-Grönland

Wo geht’s hier zum Dinner?

Pause auf der Eisscholle, Eisbär in Nordost-Grönland, Arktis

Pause auf der Eisscholle

Pause auf der Eisscholle, Eisbärin, Nordost-Grönland

Trocken wälzen

Eisbär auf Eisscholle in Nordost-Grönland, Arktis

Gemütliche Kuhle gefunden

Eiscruising vor der Küste Nordost-Grönlands

Auch sonst gibt sich das Expeditionsteam viel Mühe, die Passagiere bei Laune zu halten. Neben interessanten Vorträgen wird sogar eine Tour durchs Eis in den kleinen Polarcirkel-Booten organisiert. Es ist ein geniales Erlebnis, so dicht an die riesigen Tafeleisberge heranzufahren. Im Hintergrund wirkt unser Expeditionsschiff ganz klein.

Unser Expeditionsschiff Fram wirkt winzig hinter dem riesigen Eisberg, Grönland

Die Fram wirkt winzig hinter dem riesigen Eisberg

Eiscruising zu den Tafelbergen, Polarcircel-Boot, Fram, Grönland

Eiscruising zu den Tafelbergen

Moschusochsen in der Mückenbucht

Nach drei Tagen an Bord werden wir unruhig. Wir wollen Grönland endlich betreten. Am vierten Morgen ist es schließlich soweit. Die Fram ankert vor Myggbukta, auf Deutsch Mückenbucht ;). Früher gab es hier eine norwegische Trapper Station. Heute wird sie von der Sirius-Patrouille genutzt. Wegen dem dichten Packeis kommen wir leider nicht bis zur Station, sondern landen stattdessen ein paar Kilometer weiter östlich an. Das tut unserer Euphorie aber keinen Abbruch. Motiviert wandern wir über die herbstlich bunt gefärbte Tundra. Bei jedem Schritt federt der Boden unter uns. Ringsherum völlig unberührte Natur. Atemberaubend schön ist es hier.

Wandern Myggbukta, Nordost-Grönland

Endlich an Land!

Herbstlich verfärbte Tundra, Myggbukta, Nordost-Grönland

Herbstlich verfärbte Tundra

Wir entdecken die Knochen eines Moschusochsenkopfes. Und bekommen vom Expeditionsteam die winzigen Pflanzen erklärt, die hier dem rauen Klima trotzen.

Skelet eines Moschusochsen, Myggbukta, Nordost-Grönland

Skelet eines Moschusochsen

Als wir auf einen Hügel klettern, sehen wir in der Ferne eine Herde Moschusochsen. Sie sind mit ihrer kompakten Form und ihrem dicken Fell perfekt an die arktischen Temperaturen angepasst. Begeistert beobachten wir die zotteligen Tiere eine ganze Weile. Moschusochsen in freier Wildbahn gesehen, wie genial! Glücklich geht es schließlich zurück an Bord der Fram.

Knuffige Moschusochsen, Nordost-Grönland Expedition

Knuffige Moschusochsen

Traumhafter Abend in Antarctic Havn

Das Meereis macht uns weiter zu schaffen, so dass die Fram nur langsam vorankommt. Immer wieder muss der Kapitän die Route ändern. Am nächsten Abend können wir das zweite Mal unsere Füße auf den Boden des Nordost-Grönland Nationalparks setzen. Bei fast schon mystischer Stimmung besuchen wir Antartic Havn. Riesige Treibholzstämme teilen sich hier mit Eisbergen den Strand. Dazu ein Nebelstreifen und die vorsichtig durchkommende Abendsonne. Magisch! Und wir dürfen mitten durch diese Traumlandschaft marschieren.

Strand von Antarctic Havn, Nordost-Grönland Nationalpark

Eisberge am Strand im Nordost-Grönland Nationalpark

Die Fram vor Antarctic Havn, Nordost-Grönland Nationalpark

Fast sieht es aus, als wäre unser Expeditionsschiff gestrandet 😉

Treibholz am Strand von Antarctic Havn, Nordost-Grönland Nationalpark

Treibholz am Strand von Antarctic Havn

Kajakabenteuer in der Arktis

Am nächsten Tag steht für mich Kajakfahren in arktischen Gewässern auf dem Programm. Ein bisschen mulmig ist mir ja schon bei dem Gedanken, in das eisige Wasser zu kippen. Aber zum Glück sind die Zweier-Kajaks super stabil. Wir werden in mehreren Lagen warm verpackt, so dass ich mich gut gerüstet fühle. Mit den Tender-Booten wird unsere Gruppe an den Strand gebracht, wo die Kajaks schon auf uns warten.

Kajakfahren Blomsterbukta, NE-Grönland Nationalpark

Wir machen uns startklar zum Kajak Abenteuer

Und los geht es. Munter paddeln wir bei leichtem Wellengang und kräftigem Gegenwind die Küste von Blomsterbukta entlang. Schnell entfernen wir uns von unserem Expeditionsschiff. Außer dem Geräusch der Wellen, die gegen unser Kajak schlagen, und dem Paddeln ist bald kein Geräusch mehr zu hören. Wir genießen die Stille und die atemberaubende Landschaft. Neben uns ragen steil die Berge auf. Vor uns kreuzen immer wieder Eisschollen und kleinere Eisberge unseren Weg. Herrlich, das ist nochmal ein ganz anderes und viel direkteres Gefühl, die Natur zu erleben, als von Bord der Fram.

Kajakfahren Blomsterbukta, Nordost-Grönland Nationalpark

Kajaktour in Blomsterbukta

Kajakfahren Blomsterbukta, Nordost-Grönland Nationalpark

Von hier unten sehen die Berge noch höher aus

Wandern in Blomsterbukta

Blomsterbukta ist auch ein Traum zum Wandern. Die Landschaft ist absolut faszinierend. Unterwegs hast du gute Chancen, Tiere zu sehen. Auf unserer Tour wurden mehrere Polarhasen und Moschusochsen gesichtet. Einen ausführlichen Bericht zur Wanderung in Blomsterbukta und viele tolle Fotos findest du im Blomsterbukta-Artikel.

See im Nordost-Grönland Nationalpark

Im Wasser spiegeln sich die Wolken

Zwei Polarhasen, Nordost-Grönland Nationalpark

Zwei Polarhasen in Blomsterbukta

Spektakuläre Landschaft im Isfjord

Ein Highlight jagt das nächste auf dieser atemberaubenden Expedition durch die Arktis. Nachmittags cruisen wir durch den wunderschönen Isfjord. Links und rechts von uns ragen riesige Gebirgsketten in den Himmel. Und als wäre das nicht schon spektakulär genug, sind sie auch noch bunt gestreift und spiegeln sich teilweise golden im Wasser. Wieder stehen wir stundenlang staunend an der Reling.

Spektakuläre Landschaft im Isfjord, Nordost-Grönland Nationalpark

Spektakuläre Landschaft im Isfjord

Die Berge und Eisschollen spiegeln sich romantisch im Abendlicht, Isfjord, Nordost-Grönland Nationalpark

Die Berge und Eisschollen spiegeln sich romantisch im Abendlicht

Expedition Nordost-Grönland, Fram, Hurtigruten

Glücklich an Bord der Fram

Abendlicht, Isfjord, Nordost-Grönland Nationalpark Expedition

In den Fjorden des Nordost-Grönland Nationalparks

Ella Ø: Sommerstation der Sirius-Patrouille

Für Ella Ø finde ich keine Worte. Spektakulärer könnte die Aussicht hier gar nicht sein. Mit jedem Schritt tut sich ein neues Panorama oder Fotomotiv auf. Dazu das geniale Wetter und die völlige Faszination über die Sirius-Patrouille. Im Sommer patrouillieren sie von hier aus in den umliegenden Fjorden und bestücken die kleinen Schutzhütten für ihre Hundeschlitten-Touren durch den Nordost-Grönland Nationalpark im Winter. Durch ihre Lage mitten im Fjordsystem hast du von den Anhöhen der Insel herrliche Blicke auf die umliegenden Fjorde und Berge. Einfach atemberaubend!

Panorama, Ella Insel, Nordost-Grönland Nationalpark

Wandern auf Ella Ø

Hundeschlitten, Ella Insel, Nordost-Grönland Nationalpark

Hundeschlitten auf dem Trockendock 😉

Sommerstation der Sirius-Patrouille, Ella Ø , Nordost-Grönland Nationalpark

Blick auf die Sommerstation der Sirius-Patrouille

 Ella Ø, Nordost-Grönland Nationalpark

Atemberaubendes Panorama

Was machen denn die Anden in Nordost-Grönland?

Nächstes Ziel auf unserer Arktis Expedition ist der Alpefjord, wo der Gully und der Sefstrøms Gletcher ins Wasser münden. Unterwegs cruisen wir an spektakulär rot-bunten Felsen vorbei. Ich fühle mich in die südamerikanischen Anden versetzt, die wir auf unserer Salar de Uyuni-Tour bestaunen durften. Nur das wir hier auf Meeresniveau sind, statt auf 4.000 Metern Höhe.

Rot-bunte Felsen im Nordost-Grönland Nationalpark, Fram Expedition

Irre Farben

Fahrt durch den Kong-Oscar-Fjord, Nordost-Grönland Nationalpark

Fahrt durch den Kong-Oscar-Fjord

Gletscher im Alpefjord, Nordost-Grönland Nationalpark, Fram Expedition

Gletscher im Alpefjord

Pyramide aus Eis :-), Alpefjord, Grönland

Pyramide aus Eis 🙂

Zu Besuch bei der Sirius-Patrouille in Nyhavn, Mestersvig

Schließlich dürfen wir in Nyhavn, Mestersvig doch noch zwei Mitglieder der Sirius-Patrouille kennenlernen, die die kleine Station hier betreuen. Mestersvig liegt am Kong-Oscar-Fjord rund 200 Kilometer nördlich von Ittoqqortoormiit. Früher gab es hier eine Blei- und Zinkmine. Einige der Gebäude stehen noch und werden heute teilweise von der Sirius-Patrouille genutzt. Sogar eine unbefestigte Start- und Landebahn ist vorhanden, die heute aber nur noch vom Militär angeflogen wird.

Blick von oben auf die ehemalige Mine, Nyhavn, Mestersvig, Grönland

Die Station der Sirius-Patrouille vor genialer Kulisse

Ein Mitglied der Sirius- Hundeschlitten-Patrouille unterhält sich mit den Passagieren und verkauft ein paar Souvenirs, Mestersvig, Nordost-Grönland Nationalpark

Ein Mitglied der Sirius-Hundeschlitten-Patrouille unterhält sich mit den Passagieren

Wir dürfen auf eigene Faust auf Erkundungstour gehen, uns die Gebäude anschauen und auf die Hügel rund um die Station wandern. Von oben bietet sich uns ein tolles Panorama auf die geniale Landschaft und die Station. Als wir schließlich mit den Polarcirkel-Booten zurück zur Fram fahren wollen, reiht sich einer der Grönland-Schlittenhunde der Sirius-Patrouille mit in die Schlange ein. Er ist neugierig und würde wohl gern mitfahren, um unser Schiff mal ausgiebig zu beschnüffeln 😉

Ein neugieriger Grönland-Hund möchte mit, Sirius-Patrouille, Nordost-Grönland Nationalpark

Ein neugieriger Grönland-Hund möchte mit an Bord

Wandern, Mestersvig, Nordost-Grönland Nationalpark

Wieder geniale Aussicht beim Wandern

Blick von oben auf die ehemalige Mine, Nyhavn, Mestersvig, Grönland

Blick von oben auf Nyhavn

Die Fram in der Bucht von Nyhavn, Mestersvig, Grönland

Die Fram in der Bucht von Nyhavn

Grandiose Kulisse in Mestersvig, Grönland

Absolut genial!

Bunte Häuser & Welpen in Ittoqqortoormiit

Über Nacht hat unser Expeditionsschiff den Nordost-Grönland Nationalpark verlassen und sich auf den Weg nach Ittoqqortoormiit (dänisch: Scoresbysund) gemacht. Die abgelegene Inuit-Siedlung mit knapp 400 Einwohnern liegt am Eingang zum Scoresby Sund, dem größten und längsten Fjordsystem der Welt.

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit, Scoresbysund, Grönland

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit

Wir sind begeistert von den bunten Holzhäusern, die sich eng an die Felsen schmiegen, den herzlichen Einheimischen und den knuffigen Welpen der Grönlandhunde, die wir sogar streicheln dürfen. Dass Schlittenhunde hier ein fester Bestandteil der Gemeinschaft sind, sieht man an jeder Ecke. Überall zwischen den Häusern blitzen ihre kleinen Hütten vor. Und meistens liegen die Besitzer in der Sonne schnarchend obendrauf. Im langen Winter sind die Schlittenhunde hier unverzichtbar zur Fortbewegung durch Schnee und Eis. Außerdem sind sie eine super Wache vor den Eisbären. Sobald Eisbären in die Nähe kommen, geben die Grönlandhunde Alarm.

Schlafender Grönlandhund, Ittoqqortoormiit, Grönland

Schlafender Grönlandhund

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit, Scoresbysund, Grönland

Bunte Häuser

Knuffige Welpen der Grönlandhunde, Ittoqqortoormiit, Grönland

Knuffige Welpen

Spielende Kinder in Scoresbysund, Inuit, Grönland

Spielende Kinder in Ittoqqortoormiit

Eine kleine Wetterstation gibt es in Scoresbysund auch. Täglich wird hier ein Wetterballon in die Luft gelassen. Ein Ereignis dem wir beiwohnen dürfen. Und das natürlich auch fleißig fotografiert wird 😉

Start des Wetterballons, Scoresbysund, Grönland

Start des Wetterballons

Blick auf Ittoqqortoormiit, Scoresbysund, Grönland

Blick auf Ittoqqortoormiit

Abschied von Grönland

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Grönland, das uns restlos begeistert und tief beeindruckt hat. Die völlige Unberührtheit, Wildheit und atemberaubenden Dimensionen im Nordost-Grönland Nationalpark haben uns mitten ins Herz getroffen. Dazu die spektakulären Fahrten durch das Packeis. Und dann natürlich die Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen: das Arctic Fever hat uns voll erwischt!

Eisbär auf dem Eis, Arktis

Eisbär auf dem Eis

Expedition Arktis: Kurs auf Island

Unser Expeditionsschiff nimmt Kurs auf Island, die letzte der drei großen, arktischen Inseln auf dieser Reise. Island, mystisches Land aus Feuer und Eis, wo Elfen und Trolle zu Hause sind. Jede Menge Natur gibt es hier zu bestaunen: Von Vulkanen über Gletscher und Geysire bis hin zu Wasserfällen. Island kennen wir schon von vorherigen Reisen. Aber die wilden Westfjorde, die wir auf dieser Expedition ansteuern, sind Neuland für uns. Erster Stopp ist Isafjördur, die größte Stadt in den Westfjorden. Die Fram macht am Pier fest. Gummistiefel und Polarcirkel-Boote werden heute nicht gebraucht. Nach 10 einsamen Tagen im grönländischen Nationalpark sind wir zurück in der Zivilisation. Fühlt sich irgendwie komisch an. Vielleicht liegt es am Nieselregen, aber irgendwie habe ich jetzt schon Heimweh nach Grönland.

Fischerboote in Ísafjörður, Island

Fischerboote in Ísafjörður

Museum am Hafen von Isafjördur, Island

Kleines Museum

Die wilden Westfjorde Islands

Am nächsten Tag kreuzen wir durch die wilde Landschaft der Westfjorde. Unser Highlight sind die Buckelwale, die uns hier begegnen. Mehrere Male springen sie aus dem Wasser und zeigen ihre mächtige Schwanzflosse. Geniale Showeinlage! Das Meer rund um Island ist bekannt für seine vielen Wale. Ein toller Spot zum Whale Watching.

Buckelwal Showeinlage in den Westfjorden, Island Expedition

Buckelwal Showeinlage in den Westfjorden

Nachmittags besuchen wir den kleinen Ort Flateyri. Beim Wandern in der Umgebung haben wir ein paar Schafe getroffen. Sehr knuffig!

Die Fram in Flateyri, Island

Die Fram in Flateyri

Uriges Holzhaus, Flateyri, Island

Uriges Holzhaus

Knuffige Schafe, Island

Knuffige Schafe

Wandern durch grüne Wiesen bei Flateyri, Island

Wandern durch grüne Wiesen bei Flateyri

Sturmwarnung: Auf nach Reykjavik

Zurück an Bord informiert uns das Expeditionsteam über einen aufziehenden Sturm, der wohl ziemlich heftig werden soll. Der Kapitän entscheidet, unseren dritten Stopp auf Island, Grundafördur auf der Snaefellsnes Halbinsel, auszulassen. Stattdessen steuern wir auf dem schnellsten Weg die Hauptstadt Reykjavik und deren sicheren Hafen an. Zu hoch ist sonst das Risiko, dass die Passagiere ihre Heimflüge verpassen. Für uns nicht schlimm, da wir im Anschluss an die Seereise Island noch 3 Tage auf eigene Faust im Mietwagen erkunden wollen. Fahren wir also einfach später selbst zur Snaefellsnes Halbinsel. Auf der übrigens, wie wir später erfahren, sogar die Straßen gesperrt waren, so heftig hat der Sturm dort gewütet.

Schwarzer Strand auf der Snaefellsnes Halbinsel

Schwarzer Strand auf der Snaefellsnes Halbinsel

Raue Balsaltfelsen auf der Snaefellsnes Halbinsel

Raue Balsaltfelsen auf der Snaefellsnes Halbinsel

Gegen Mitternacht hat uns der Sturm erreicht. 6 Meter hohe Wellen lassen die Fram hin und her schaukeln. Irgendwie aber auch faszinierend, wie die Gischt an den Fenstern hochspritzt. Trotzdem sind alle froh, als wir am Nachmittag Reykjavik erreichen.

Entspannung in der Blauen Lagune

Als Trost für den ausgelassen Stopp hat das Expeditionsteam kostenlose Ausflüge organisiert. Zur Auswahl stehen eine Stadtrundfahrt und der Besuch der berühmten Blauen Lagune. Da geführte Busfahrten nicht so unser Ding sind, fällt uns die Entscheidung leicht. Also auf zur Blauen Lagune, dessen Thermalwasser heilende Wirkung hat. Und einen angeblich um mindestens 10 Jahre verjüngen soll 😉 Können wir nicht wirklich bestätigen, obwohl es schon sehr entspannend war.

Blaue Lagune, Reykjanes, Island

Blaue Lagune

Fazit Expedition Arktis

Am nächsten Morgen gehen wir mit sehr gemischten Gefühlen von Bord. Einerseits sind wir froh, unsere Freiheit wieder zu haben und jetzt wieder selbst unseren Tagesablauf zu bestimmen. Andererseits haben wir uns auf der Fram wie zuhause gefühlt. Die gesamte Crew war so herzlich und auch die Mitreisenden waren als echte Tier- und Naturliebhaber voll auf unserer Wellenlänge. Da habe ich schon irgendwie Abschiedsschmerz. Zumal uns das Arctic Fever völlig gepackt hat. Zu gerne würde ich selbst im Expeditionsteam anheuern, um in Zukunft öfter in diese faszinierenden, einsamen Gegenden zu fahren. Und dann die Eisbären auf dem Packeis – ein Erlebnis, das ich garantiert nie wieder vergessen werde!

Expeditionsteam, Fram, Hurtigruten, Nordost-Grönland

Unser Expeditionsteam

Anlandungen auf unserer Arktis Expedition:

Die Route unserer Expeditions-Seereise führte uns von Longyearbyen in Spitzbergen über den Nordost-Grönland Nationalpark nach Island. Auf dieser Karte kannst du die einzelnen Stopps bzw. Anlandungen sehen.

Erfahrungsberichte zu unseren Arktis Reisen:

Im Anschluss an die Expeditions-Seereise mit Hurtigruten waren wir noch 3 Tage im Mietwagen auf Island unterwegs. Dabei haben wir uns neben der Snaefellsnes-Halbinsel auch Reykjavik und den Golden Circle sowie die Reykjanes Halbinsel angeschaut.

Weitere Artikel von anderen Reisen:

 

Expeditions-Seereise buchen

Ein gutes Vergleichsportal für Expeditions-Seereisen und Kreuzfahrten ist Dreamlines. Oder du schaust direkt bei den Veranstaltern.

Sollte eine Seereise nichts für dich sein, kannst du natürlich auch einfach auf eigene Faust nach Island, Spitzbergen oder Grönland fliegen. Oder du schließt dich einer Gruppenreise an Land an. Den Nordost-Grönland Nationalpark kannst du allerdings nicht so ohne Weiteres besuchen. Der Zugang ist streng limitiert.

Fotografiert haben wir übrigens mit der Sony DSC-HX60, eine sehr praktische kompakte Digitalkamera mit super viel Zoom.

Und für Seetage können wir euch das Kartenspiel Port Royal empfehlen. Passt natürlich noch besser zu Kreuzfahrten in der Karibik.

Eisbären, Nordost-Grönland, Arktis

Eisbärjunges beim Trinken

Warst du schon mal in der Arktis? Oder steht sie noch auf deiner Wunschliste? Erzähl uns gern davon in den Kommentaren.

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