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Faszinierender Nordost-Grönland Nationalpark – Arktis Reisebericht

Selten hat uns ein Ort so begeistert wie der einsame Nordost-Grönland Nationalpark in der Arktis. Schockverliebt beschreibt unseren Zustand wohl am besten. Eine Expeditions-Seereise durch die Arktis führt uns zu diesem unbeschreiblich wilden und schönen Nationalpark in Grönland. Die Natur raubt uns den Atem. Und auch die Tierwelt mit Eisbären, Moschusochsen, Polarfüchsen und Polarhasen fasziniert uns total. Gemeinsam mit Südgeorgien, der Antarktis und Alaska gehört der Nordost-Grönland Nationalpark für uns zu den beeindruckensten Reisezielen auf der ganzen Welt.

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Spektakuläre Landschaft im Isfjord

Unser Expeditionsschiff Fram wirkt winzig hinter dem riesigen Eisberg, Grönland

Unser Schiff wirkt winzig hinter dem riesigen Eisberg

In unserem Reisebericht zum Nordost-Grönland Nationalpark nehmen wir dich mit auf unsere einzigartige Reise, teilen unsere Erfahrungen und zeigen dir die wunderschönen Orte, die wir auf dieser Expedition besuchen durften.

Wandern im Nordost-Grönland Nationalpark, Erfahrungsbericht Grönland Reise

So schön! Wandern im Nordost-Grönland Nationalpark

Per Schiff zum Nordost-Grönland Nationalpark

An Bord unseres Expeditionsschiffs, der MS Fram von Hurtigruten, nehmen wir von Spitzbergen Kurs auf den Nordost-Grönland Nationalpark. Er ist der größte Nationalpark der Welt und der einzige in Grönland. Ein riesiges Gebiet an der nordöstlichen Küste und im Inland gehören zum Nationalpark, insgesamt etwa 45 Prozent der Gesamtfläche Grönlands.

Die Fram in der Bucht von Nyhavn, Mestersvig, Expeditions Seereise Grönland

Unser Schiff in der Bucht von Nyhavn im Nordost-Grönland Nationalpark

Nur etwa 30 Menschen wohnen im Nationalpark. Dabei handelt es sich um Mitglieder der Sirius-Patrouille, militärische Außenposten und Forscher. Um den Nationalpark betreten zu dürfen, braucht man eine Genehmigung. Im Rahmen einer geführten Reise kümmert sich der Veranstalter darum.

Als wir Grönland mit unserem Schiff erreichen, können wir aber erstmal nicht an Land. Ein dichter Gürtel aus Eis vor der Küste versperrt uns den Weg. Leider verpassen wir so die Anlandungen in Danmarkshavn und Daneborg und ein Treffen mit den dort stationierten Mitgliedern der Sirius Hundeschlitten-Patrouille.

Packeis vor Nordost-Grönland, Expedition, Fram, Hrutigruten

Nordost-Grönland voraus: Land in Sicht, aber doch unerreichbar

Dafür sehen wir Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum! Das Highlight unserer Reise. Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut, wenn ich daran denke. Besonders schön war die Begegnung mit einer Eisbärenmama und ihrem Nachwuchs. Mehr Fotos findest du in unserem Beitrag Expedition Arktis: Eisbären in Sicht.

Eisbären auf dem Treibeis, Nordost-Grönland

Startklar für die nächste Runde Schwimmen?

Moschusochsen in der Mückenbucht

Schließlich ist es soweit. Wir können im Nordost-Grönland Nationalpark an Land gehen. Die Fram ankert vor Myggbukta, auf Deutsch Mückenbucht. Früher gab es hier eine norwegische Trapper Station. Heute wird sie von der Sirius-Patrouille genutzt. Wegen dem dichten Packeis kommen wir leider nicht bis zur Station, sondern landen stattdessen ein paar Kilometer weiter östlich an. Das tut unserer Euphorie aber keinen Abbruch. Motiviert wandern wir über die herbstlich bunt gefärbte Tundra. Bei jedem Schritt federt der Boden unter uns. Ringsherum völlig unberührte Natur. Atemberaubend schön ist es hier im Nordost-Grönland Nationalpark!

Herbstlich verfärbte Tundra, Myggbukta, Nordost-Grönland

Herbstlich verfärbte Tundra in Nordost-Grönland

Wir entdecken die Knochen eines Moschusochsenkopfes. Und bekommen vom Expeditionsteam die winzigen Pflanzen erklärt, die hier dem rauen Klima trotzen.

Skelet eines Moschusochsen, Myggbukta, Nordost-Grönland

Skelet eines Moschusochsen

Als wir auf einen Hügel klettern, sehen wir in der Ferne eine Herde Moschusochsen. Sie sind mit ihrer kompakten Form und ihrem dicken Fell perfekt an die arktischen Temperaturen angepasst. Begeistert beobachten wir die zotteligen Tiere eine ganze Weile. Moschusochsen in freier Wildbahn gesehen, wie genial! Glücklich geht es schließlich zurück an Bord der Fram.

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Knuffige Moschusochsen

Traumhafter Abend in Antarctic Havn

Das Meereis macht uns weiter zu schaffen, so dass unser Schiff nur langsam vorankommt. Immer wieder muss der Kapitän die Route ändern. Am nächsten Abend können wir das zweite Mal unsere Füße auf den Boden des Nordost-Grönland Nationalparks setzen. Riesige Treibholzstämme teilen sich in Antartic Havn mit Eisbergen den Strand. Dazu ein Nebelstreifen und die vorsichtig durchkommende Abendsonne. Magisch! Und wir dürfen mitten durch diese Traumlandschaft marschieren.

Die Fram vor Antarctic Havn, Nordost-Grönland Nationalpark

Fast sieht es aus, als wäre unser Expeditionsschiff gestrandet

Treibholz am Strand von Antarctic Havn, Nordost-Grönland Nationalpark

Treibholz am Strand von Antarctic Havn

Kajak-Tour im Nordost-Grönland Nationalpark

Am nächsten Tag steht für mich Kajakfahren in der Arktis auf dem Programm. Ein bisschen mulmig ist mir ja schon bei dem Gedanken, in das eisige Wasser zu kippen. Aber zum Glück sind die Zweier-Kajaks super stabil. Wir werden in mehreren Lagen warm verpackt, so dass ich mich gut gerüstet fühle. Mit den Tender-Booten wird unsere Gruppe an den Strand des Nordost-Grönland Nationalparks gebracht, wo die Kajaks schon auf uns warten.

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Wir machen uns startklar zum Kajak Abenteuer im Nordost-Grönland Nationalpark

Und los geht es. Munter paddeln wir bei leichtem Wellengang und kräftigem Gegenwind die Küste von Blomsterbukta entlang. Schnell entfernen wir uns von unserem Expeditionsschiff. Außer dem Geräusch der Wellen, die gegen unser Kajak schlagen, und dem Paddeln ist bald kein Geräusch mehr zu hören. Wir genießen die Stille und die atemberaubende Landschaft. Neben uns ragen steil die Berge auf. Vor uns kreuzen immer wieder Eisschollen und kleinere Eisberge unseren Weg. Herrlich, das ist nochmal ein ganz anderes und viel direkteres Gefühl, die Natur zu erleben, als von Bord der Fram.

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Kajaktour in Blomsterbukta

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Von hier unten sehen die Berge noch höher aus

Wandern in Blomsterbukta

Blomsterbukta ist auch ein Traum zum Wandern. Die Landschaft ist absolut faszinierend. Unterwegs hast du gute Chancen, Tiere zu sehen. Auf unserer Tour wurden mehrere Polarhasen und Moschusochsen gesichtet. Einen ausführlichen Bericht zur Wanderung in Blomsterbukta und viele tolle Fotos findest du im Blomsterbukta-Artikel.

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See in Grönland

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Polarhase

Spektakuläre Landschaft im Isfjord

Ein Highlight jagt das nächste auf dieser atemberaubenden Expedition durch die Arktis. Nachmittags cruisen wir durch den wunderschönen Isfjord. Links und rechts von uns ragen riesige Gebirgsketten in den Himmel. Und als wäre das nicht schon spektakulär genug, sind die Berge auch noch bunt gestreift und spiegeln sich teilweise golden im Wasser. Wieder stehen wir stundenlang staunend an der Reling.

Die Berge und Eisschollen spiegeln sich romantisch im Abendlicht, Isfjord, Nordost-Grönland Nationalpark

Die Berge und Eisschollen spiegeln sich romantisch im Abendlicht

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Glücklich an Bord der Fram

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In den Fjorden des Nordost-Grönland Nationalparks

Ella Ø: Sommerstation der Sirius-Patrouille

Für Ella Ø finde ich keine Worte. Spektakulärer könnte die Aussicht hier gar nicht sein. Mit jedem Schritt tut sich ein neues Panorama oder Fotomotiv auf. Dazu das geniale Wetter und die völlige Faszination über die Sirius-Patrouille. Im Sommer patrouillieren sie von hier aus in den umliegenden Fjorden und bestücken die kleinen Schutzhütten für ihre Hundeschlitten-Touren durch den Nordost-Grönland Nationalpark im Winter. Durch ihre Lage mitten im Fjordsystem hast du von den Anhöhen der Insel herrliche Blicke auf die Fjorde und Berge. Einfach atemberaubend!

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Wandern auf Ella Ø

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Hundeschlitten auf dem Trockendock in Ella Ø

Sommerstation der Sirius-Patrouille, Ella Ø , Nordost-Grönland Nationalpark

Blick auf die Sommerstation der Sirius-Patrouille

Was machen denn die Anden in Nordost-Grönland?

Nächstes Ziel auf unserer Arktis Expedition ist der Alpefjord, wo der Gully und der Sefstrøms Gletscher ins Wasser münden. Unterwegs cruisen wir an spektakulär rot-bunten Felsen vorbei. Ich fühle mich in die südamerikanischen Anden versetzt, die wir auf unserer Salar de Uyuni-Tour bestaunen durften. Nur das wir hier im Nordost-Grönland Nationalpark auf Meeresniveau sind, statt auf 4.000 Metern Höhe.

Rot-bunte Felsen im Nordost-Grönland Nationalpark, Fram Expedition

Irre Farben im Nordost-Grönland Nationalpark

Gletscher im Alpefjord, Nordost-Grönland Nationalpark, Fram Expedition

Gletscher im Alpefjord

Pyramide aus Eis, Alpefjord, Grönland, Fotos & Reisebericht

Pyramide aus Eis in Grönland

Zu Besuch bei der Sirius-Patrouille in Nyhavn, Mestersvig

Schließlich dürfen wir in Nyhavn, Mestersvig doch noch zwei Mitglieder der Sirius-Patrouille kennenlernen, die die kleine Station hier betreuen. Mestersvig liegt am King-Oscar-Fjord rund 200 Kilometer nördlich von Ittoqqortoormiit. Früher gab es hier eine Blei- und Zinkmine. Einige der Gebäude stehen noch und werden heute teilweise von der Sirius-Patrouille genutzt. Sogar eine unbefestigte Start- und Landebahn ist vorhanden, die heute aber nur noch vom Militär angeflogen wird.

Blick von oben auf die ehemalige Mine, Nyhavn, Mestersvig, Grönland

Die Station der Sirius-Patrouille in Nyhavn

Ein Mitglied der Sirius- Hundeschlitten-Patrouille unterhält sich mit den Passagieren und verkauft ein paar Souvenirs, Mestersvig, Nordost-Grönland Nationalpark

Ein Mitglied der Sirius-Hundeschlitten-Patrouille unterhält sich mit den Passagieren

Wir dürfen auf eigene Faust auf Erkundungstour gehen, uns die Gebäude anschauen und auf die Hügel rund um die Station wandern. Von oben bietet sich uns ein tolles Panorama auf die geniale Landschaft und die Station. Als wir schließlich mit den kleinen Booten zurück zur Fram fahren wollen, reiht sich einer der Grönland-Schlittenhunde der Sirius-Patrouille mit in die Schlange ein. Er ist neugierig und würde wohl gern mitfahren, um unser Schiff mal ausgiebig zu beschnüffeln.

Ein neugieriger Grönland-Hund möchte mit, Sirius-Patrouille, Nordost-Grönland Nationalpark

Ein neugieriger Grönland-Hund möchte mit an Bord

Wandern, Mestersvig, Nordost-Grönland Nationalpark

Wieder geniale Aussicht beim Wandern

Blick von oben auf die ehemalige Mine, Nyhavn, Mestersvig, Grönland

Blick von oben auf Nyhavn

Grandiose Kulisse in Mestersvig, Grönland

Absolut genial!

Bunte Häuser & Welpen in Ittoqqortoormiit

Über Nacht hat unser Expeditionsschiff den Nordost-Grönland Nationalpark verlassen und sich auf den Weg nach Ittoqqortoormiit (dänisch: Scoresbysund) gemacht. Die abgelegene Inuit-Siedlung mit knapp 400 Einwohnern liegt am Eingang zum Scoresby Sund, dem größten und längsten Fjordsystem der Welt.

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit, Scoresbysund, Grönland

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit

Wir sind begeistert von den bunten Holzhäusern, die sich eng an die Felsen schmiegen, den herzlichen Einheimischen und den knuffigen Welpen der Grönlandhunde, die wir sogar streicheln dürfen. Dass Schlittenhunde hier ein fester Bestandteil der Gemeinschaft sind, sieht man an jeder Ecke. Überall zwischen den Häusern blitzen ihre kleinen Hütten vor. Und meistens liegen die Besitzer in der Sonne schnarchend obendrauf. Im langen Winter sind die Schlittenhunde hier unverzichtbar zur Fortbewegung durch Schnee und Eis. Außerdem sind sie eine super Wache vor den Eisbären. Sobald Eisbären in die Nähe kommen, geben die Grönlandhunde Alarm.

Knuffige Welpen der Grönlandhunde, Ittoqqortoormiit, Grönland

Knuffige Welpen

Bunte Häuser in Ittoqqortoormiit, Scoresbysund, Grönland

Bunte Häuser in Scoresbysund

Spielende Kinder in Scoresbysund, Inuit, Grönland

Spielende Kinder in Ittoqqortoormiit

Eine kleine Wetterstation gibt es in Scoresbysund auch. Täglich wird hier ein Wetterballon in die Luft gelassen. Ein Ereignis dem wir beiwohnen dürfen. Und das natürlich auch fleißig fotografiert wird.

Start des Wetterballons, Scoresbysund, Grönland

Start des Wetterballons

Abschied von Grönland

Schweren Herzens nehmen wir Abschied von Grönland, das uns restlos begeistert und tief beeindruckt hat. Die völlige Unberührtheit, Wildheit und atemberaubenden Dimensionen im Nordost-Grönland Nationalpark haben uns mitten ins Herz getroffen. Dazu die spektakulären Fahrten durch das Packeis. Und dann natürlich die Eisbären in ihrem natürlichen Lebensraum zu sehen: das Arctic Fever hat uns voll erwischt!

Eisbär auf dem Eis, Arktis

Eisbär auf dem Eis

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Fasziniert vom Eis!

Karte unserer Grönland Expedition

Die Route unserer Expeditions-Seereise führte uns von Longyearbyen in Spitzbergen über den Nordost-Grönland Nationalpark nach Island. Auf dieser Karte kannst du die einzelnen Stopps bzw. Anlandungen sehen.

Falls du jetzt auch eine Expeditions-Seereise buchen möchtest (Vorsicht, teuer!): ein gutes Vergleichsportal ist Dreamlines. Oder du schaust direkt bei den Veranstaltern.

Reiseberichte zu unseren Arktis Reisen

Im Anschluss an die Expeditions-Seereise mit Hurtigruten waren wir noch 3 Tage im Mietwagen auf Island unterwegs. Dabei haben wir uns neben der Snaefellsnes-Halbinsel auch Reykjavik und den Golden Circle sowie die Reykjanes Halbinsel angeschaut.

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