Eine fantastische Weitsicht auf grüne Hügel, kleine Orte sowie die Pyrenäen und den blauen Atlantik in der Ferne erwartet uns auf dem Gipfel La Rhune im französischen Baskenland nahe der spanischen Grenze. Besonders freuen wir uns über die Begegnung mit den entzückende Pottoks, einer seltenen baskischen Ponyrasse. Auch niedliche Schafe, weiße Rinder und kreisende Geier begeistern uns bei unserem Besuch von La Rhune.

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La Rhune: Per Zahnradbahn bequem auf den Gipfel
Um auf den Gipfel La Rhune zu gelangen, kannst du entweder wandern oder gemütlich mit der historischen Zahnradbahn, dem Train de La Rhune, hinauffahren. Der Zug bringt dich in etwa 35 Minuten über einige Kurven und beeindruckende 736 Höhenmeter auf 905 Meter. Von dort ist es nur noch ein kurzer Spaziergang zum Gipfel. Der Petit Train de La Rhune startet vom Gare du Col de Saint-Ignace bei Sare. Motiviert besteigen wir den Zug zur ersten Abfahrt des Tages. Die historische Zahnradbahn ist ausgebucht, was sich schnell bemerkbar macht. 10 Erwachsene und ein Hund quetschen sich in unsere schmale Sitzreihe. Wir haben Glück und zwei Randplätze gegenüber, sodass wir zu einer Seite ungestörte Aussicht haben. Herrlich!

Fahrt mit dem Petit Train de La Rhune
Gemütlich tuckert der Zug mit 8 km/h an Wäldern und Berghängen vorbei hinauf Richtung Gipfel. Die Weitsicht wird von Minute zu Minute besser, bis wir schließlich in der Ferne sogar den Atlantik aufblitzen sehen. Plötzlich entdecken wir die ersten Pottok-Ponys im hohen Gras neben der Bahnstrecke. Wie toll, dass wir tatsächlich einige Vertreter dieser selten gewordenen Ponyrasse zu Gesicht bekommen! Später sehen wir eine weitere Gruppe, zu der sogar ein paar niedliche Fohlen gehören, die sich vor der steigenden Hitze bereits jetzt am Vormittag in den Schatten einiger Bäume geflüchtet haben. Auch ein paar weiße Rinder, die hier ebenso wir die Pottoks frei herumlaufen dürfen und einige Gänsegeier, die hoch oben in der Luft kreisen, bekommen wir bereits auf der Zugfahrt zu Gesicht.


Tierbegegnungen auf dem Gipfel La Rhune
Oben angekommen heißt es erstmal für alle Passagiere aussteigen, bevor der Zug sich auf den Rückweg ins Tal macht. Einige Treppen führen uns hinauf zum Gipfel, wo es auch ein Ausflugsrestaurant und einen Souvenirshop gibt. Wir genießen die spektakuläre 360 Grad Panoramaaussicht auf das französische Baskenland, die Pyrenäen und den Atlantik. Sogar ein Teil der spanischen Küste rund um San Sebastián ist zu sehen. Dann erkunden wir die Umgebung und spazieren zu weiteren Aussichtspunkten. Wir begegnen weiteren Pottoks, entdecken einige Schafe, die sich vor der Sonne hinter einer schattigen Felsspalte verstecken und beobachten Gänsegeier und Alpenkrähen. Und das alles vor dieser atemberaubenden Panoramakulisse. Schon ein ganz besonderes Erlebnis!





Anschließend erfrischen wir uns noch schnell mit einer Limo in einem der Ausflugsrestaurants, bevor wir auch schon wieder zurück zum Zug müssen. Viel zu schnell ist unser Aufenthalt auf La Rhune vorbei und die Zahnradbahn bringt uns zurück ins Tal.


Praktische Infos zum Train de La Rhune
Man kann sich eine Abfahrtszeit für die Hinfahrt aussuchen und bekommt dann automatisch eine feste Zeit für die Rückfahrt mit den gleichen Sitzplätzen zugewiesen. Die Sitzplätze sind mit Zugnummer (Train 1 oder 2), Einstiegstür und Sitzplatz angegeben. So findest du schnell deinen richtigen Platz. Der Aufenthalt auf dem Gipfel beträgt etwa 1,5 Stunden (bei einigen Abfahrten auch etwas länger). Alternativ kannst du natürlich auch eine Strecke wandern. Ein Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet aktuell 26 Euro für Erwachsene. In der Hauptsaison buchst du am besten vor, um dir deinen Platz in der Bahn zu sichern. Parkplätze sind vorhanden, füllen sich aber schnell. Plane am besten etwas Zeit für die Suche ein. Weitere Infos findest du auf der offiziellen Website.

Sare: eins der schönsten Dörfer Frankreichs
Deinen Ausflug mit dem Train de la Rhune kannst du gut mit einem Besuch des nahegelegenen Dorfs Sare verbinden. Es gilt als eins der schönsten Dörfer Frankreichs. Wir spazieren durch den kleinen Ort, der sich an die baskische Pyrenäenkette schmiegt, vorbei an malerischen Häusern und genießen dabei den Blick auf die Berge. Einige der schmucken alten Häuser stammen aus dem 15. Jahrhundert. Leuchtend weiß mit grün oder rot gestrichenen Balken und Fensterläden bilden sie tolle Fotomotive. Im Herzen des Dorfs findest du außerdem die hübsche Kirche Saint Martin mit ihrem fünfstöckigen Turm.


Unterkunftsstipp im französischen Baskenland
Übernachtet haben wir vor unserem Besuch von Sare und La Rhune in dem hübschen Hotel Trinquet in Saint-Pée-sur-Nivelle. Bei der ungewöhnlichen Hitze von fast 40 Grad draußen, waren wir sehr froh über die gut funktionierende Klimaanlage in unserem gemütlichen Hotelzimmer. Beim leckeren Frühstück am nächsten Morgen haben uns ein paar Schafe Gesellschaft geleistet. Was für ein schöner Start in den Tag für Tierliebhaber wie uns!

Offenlegung: Herzlichen Dank an die Region Nouvelle-Aquitaine und an Pays Basque für die Einladung zu dieser Recherchereise und die großartige Organisation! Unsere persönliche Meinung bleibt davon unbeeinflusst, authentische Reiseberichte sind das Herz von Travelinspired.

Redakteurin, Autorin und Mitgründerin des Reiseblogs Travelinspired. Immer zu begeistern, wenn es irgendwo Tiere in freier Wildbahn zu sehen gibt. Besonders liebt sie das Gefühl von Freiheit auf Roadtrips, atemberaubende Landschaften zu entdecken und beim Wandern in die Natur einzutauchen.



