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Washington Roadtrip im Truck Camper

Wer hätte gedacht, dass die Westküste der USA in Washington so viel großartige Natur zu bieten hat? Wandern und Campen im wunderschönen North Cascades Nationalparks. Atemberaubende, abwechslungsreichen Natur auf der Olympic Peninsula mit Regenwald, Bergen und traumhaften Stränden. Inselhopping auf den San Juan Islands mit der Chance, Wale zu sehen. Ein Roadtrip durch Washington State bietet dir Abenteuer, Abwechslung und Natur pur. Neben Ottern und Rehen warten auch Vampire in der Nähe von Forks und La Push auf dich.

Scenic Diablo Lake im North Cascades Nationalpark, Washington Roadtrip im Truck Camper

Scenic Diablo Lake im North Cascades Nationalpark

Hochgebirge im North Cascades Nationalpark

Heute geht es in den wunderschönen North Cascades Nationalpark. Schon die Anfahrt entlang des türkis-grünen Skagit Rivers ist ein Traum. Dazu die Bergkulisse bei strahlendblauem Himmel. Herrlich! Die Kaskaden sind vulkanischen Ursprungs und durch über 300 Gletscher geprägt. Eine weitere Besonderheit sind die Staudämme mit ihren Wasserkraftwerken entlang des Skagit Rivers, die heute etwa ein Viertel des Strombedarfs von Seattle decken. In Newhalem kannst du dir im Gorge Powerhouse eine kleine Ausstellung dazu anschauen. Außerdem gibt es hier eine idyllische kleine Wanderung über die Brücke am Staudamm durch den Wald zu einem Wasserfall (Ladder Creek Falls Trail).

Gorge Powerhouse, North Cascades Nationalpark

Gorge Powerhouse

Im weiteren Verlauf der Straße durch den Cascades Park kommst du an mehreren schönen Aussichtspunkten vorbei. Total genial ist außerdem der Abstecher am Diablo Lake entlang zum Environmental Learning Center. Die Fahrt über den Diablo Damm, die krasse Farbe des Sees und die sich im Wasser spiegelnden Häuschen und Boote sind einfach zu scenic. Am Washington Pass Overlook gibt’s dann wieder Hochgebirge vom Feinsten. Auch die kleine Wanderung zum Rainy Lake am Rainy Pass (1,6 Kilometer oneway) können wir empfehlen. Übernachtet haben wir auf dem schönen, direkt am See gelegenen Colonial Creek Campground.

Washington Pass Overlook im North Cascades Nationalpark

Bergkulisse am Washington Pass Overlook

Wanderung am Baker Lake

Früh am Morgen geht es zum Baker Lake, wo wir zum Anderson Point wandern. Wie erhofft haben wir hier eine wunderschöne Aussicht auf die Berge, den sich spiegelnden Mount Baker und den im Morgenlicht glitzernden See. Auf dem kleinen Walk-in Campingplatz dösen noch einige Camper in ihren Hängematten. First-Class Panorama Aussicht inklusive. Wirklich ein total idyllisches Plätzchen.

Anderson Point. Lake Baker, Washington

Der Mount Baker spiegelt sich im See

Anarcortes: Per Fähre auf die San Juan Islands

Nächster Stopp ist das kleine Städtchen Anacortes an der Küste von Washington. Von hier kannst du mit den Washington State Ferries auf die San Juan Inseln und nach Vancouver Island fahren. Ersteres eignet sich auch super als Tagesausflug. Für schlappe 13 Dollar pro Person cruist du durch die schöne Inselwelt und siehst mit etwas Glück sogar Wale und Delfine.

Mit der Washington State Ferry durch die San Juan Islands

Mit der Washington State Ferry durch die San Juan Islands

Für uns geht es heute nach Friday Harbour auf San Juan Island. Dort besorgen wir uns ein Ticket für den Inselbus (5 $) und fahren zum Lime Kiln Point State Park. Hier gibt es angeblich den weltweit besten Orca Spotting Platz vom Land aus. Denn die Resident Orcas (einheimische Orcas, die sich das ganze Jahr über in diesen Gewässern aufhalten) ziehen hier regelmäßig vorbei. Leider haben wir die Wale knapp verpasst. Am Leuchtturm finden wie eine Info, dass die Orcas heute bereits um halb drei da waren. Schade! Trotzdem hat sich der Ausflug total gelohnt. Und von der Fähre aus haben wir immerhin Delfine gesehen.

Friday Harbour, San Juan Island, Washington, USA

Friday Harbour, San Juan Island

Lime Kiln Point State Park auf San Juan Island

Lime Kiln Point State Park auf San Juan Island, Washington State

Wenn du unbedingt Orcas sehen möchtest, können wir dir eine Whale Watching Tour empfehlen. Haben wir 2014 von Victoria auf Vancouver Islands aus gemacht und dabei jede Menge Orcas gesehen.

Walschild am Leuchtturm im Lime Kiln Point State Park, Washington State

Wale leider verpasst

Ein toller Campingplatz in Anacortes ist der Washington Park Campground auf einer kleinen Halbinsel. Scenic Drive und Rehe inklusive.

Rehkitz am Campingplatz, Anacortes, Washington State

Rehkitz am Campingplatz

Olympic Nationalpark

Mit der Autofähre setzen wir von Fort Casey nach Port Townsend auf der Olympic Halbinsel über. Am Strand des idyllischen kleinen Hafenorts beobachten wir eine Otterbande beim Toben und Fischfangen.

Otter in Port Townsend, Olympic Halbinsel

Otter in Port Townsend

Fähranleger in Fort Casey, Washington State

Fähranleger in Fort Casey, Washington State

Anschließend geht es weiter in die Berge des Olympic Nationalparks mit seinem gemäßigten Regenwald. Eine Stichstraße führt hoch zum Hurrican Ridge Visitor Center. Hier kannst du den Panoramablick über die Berge genießen. Oder auf einem der Wanderwege noch ein Stückchen höher klettern. Unterwegs haben wir sogar Rehe getroffen. Außerdem hatten wir den spektakulären aber auch traurigen Blick auf die riesige Rauchsäule eines Waldbrandes.

Hurrican Ridge im Olympic Nationalpark, Washington

Hurrican Ridge im Olympic Nationalpark

Rauchsäule im Olympic Nationalpark, Washington

Rauchsäule im Olympic Nationalpark

Im Reich der Vampire – auf den Spuren von Twilight

Nebel, Nebel, Nebel. Früh morgens begeben wir uns in Forks auf Spurensuche nach den Twilight-Filmgebäuden. Das Swan-House ist entweder abgerissen oder vom Nebel verschluckt. Dafür finden wir das Krankenhaus, das Polizeigebäude, die Highschool und das Cullan-House. Das tolle Ortsschild, wo neben der Einwohnerzahl auch die Vampire gelistet sind, gibt es leider nicht mehr. Schade. Im Ort werden sogar Twilight Touren angeboten. Auch in La Push ist es noch super nebelig. Man hat tatsächlich das Gefühl als könnte gleich ein Wolf oder Vamp aus dem Nebelwald auftauchen.

Ortseingang La Push, Olympic National Park, Washington State

Ortseingang La Push

Am Strand von La Push liegt jede Menge Treibholz herum. Außerdem gibt es einen kleinen Hafen, in dem die Böotchen sich trotz Nebel im Wasser spiegeln. Danach geht es noch nach Mora zum Rialto Beach. Ebenfalls mit riesigen Treibholzstämmen, rollender Brandung und einigen Campern, die am Strand übernachtet haben (mit Backcountry Camping Permit erlaubt).

Rialto Beach, Olympic National Park, Washington State

Treibholz am Rialto Beach

Cape Flattery: Nordwestlichster Punkt der USA

Unser nächstes Ziel ist die Wanderung zum Cape Flattery, dem nordwestlichsten Punkt der USA (von Alaska abgesehen). Unterwegs musst du in Neah Bay im Museum ein Permit der einheimischen Indianer kaufen, um zum Cape Flattery weiterfahren zu dürfen. Vom Parkplatz aus wandern wir in einer halben Stunde über einen Boardwalk durch den Regenwald zum Kap. Auch Cape Flattery liegt noch im Nebel, der sich aber langsam verzieht. Tolle Felsen im Wasser und ganz viele Seevögel kommen zum Vorschein.

Wanderung zum Cape Flattery, nordwestlichster Punkt der USA, Olympic Peninsula, Washington Roadtrip

Am Cape Flattery, dem nordwestlichsten Punkt der USA

Märchenhafter Regenwald in den Olympic Mountains

Danach geht es die lange Stichstraße Hoh River Road hoch zum Rain Forest Visitor Center. Oben angekommen machen wir den sehr empfehlenswerten Hall of Mosses Walk (1,3 km) durch den gemäßigten Regenwald. Riesige Bäume, Farne und Moos überall, idyllische Teiche und meterdicke, umgefallene Baumstämme. Einfach märchenhaft, wären da nicht die Mosquitos, die sich hier leider auch äußerst wohl fühlen.

Baumstamm, Hall of Mosses Walk, Olympic National Park, Roadtrip Washington State

riesiger Baumstamm am Wanderweg

Regenwald, Hall of Mosses Walk, Olympic National Park

im Regenwald

Ruby Beach: Wildes Strandparadies mit Treibholz

Zurück an der Küste halten wir am genialen Ruby Beach. Ich habe noch nie so viel Treibholz gesehen. Wenn ihr jetzt an kleine Äste und Stöckchen denkt, weit gefehlt. Die Dimensionen sind gigantisch. Du kannst auf dem Treibholz rumklettern. Als Zugabe gibt es noch Felsen im Meer und ein Felsentor. Atemberaubend schön! Danach geht es weiter mit Blick auf schöne Strände zwischen Bäumen. Auch der idyllische Quinault Lake im Landesinneren lohnt einen Stopp.

Treibholz am Rubby Beach, Roadtrip Washington State, USA

Rubby Beach

Treibholz am Strand, Olympic National Park, Washington State

Treibholz am Strand

Über den Columbia River von Washington nach Oregon

Über Raymond geht es heute nach Long Beach. Wie der Name schon sagt: ein endlos langer Sandstrand. Hier darfst du sogar mit deinem Auto an den Strand. Der Cape Disapointment State Park mit seinen Leuchttürmen und Lookouts stellt sich leider als Wohnmobil unfreundlich heraus (überall hängen RV Verbotsschilder). Gut, dass ein Truck Camper eher ein Truck als ein RV ist.

Leuchtturm im Cape Disapointment State Park

Leuchtturm im Cape Disapointment State Park

Eine spektakuläre Brücke über den Columbia River markiert die Grenze zwischen Washington und Oregon. Auf der anderen Seite in Astoria kannst du einen kurzen Spaziergang über Schmalspurbahngleise auf dem alten Pier machen. Überall stehen tolle bunte Häuser und du kannst die Brücke von unten ablichten.

Pier in Astoria, Oregon

Pier in Astoria

Brücke von Washington nach Oregon, USA Roadtrip

Brücke von Washington nach Oregon

Unsere Route findest du hier. Weiter geht es auf unserem Roadtrip durch Oregon und Kalifornien zurück nach Los Angeles.

Hier die Roadtrip Etappen zu unserer Truck Camper Reise von L.A. nach Alaska und zurück im Überblick:

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5 Kommentare zu “Washington Roadtrip im Truck Camper

  1. schwertiontour

    Ihr seid ja quasi meine Route (fast) andersrum gefahren 😉
    Nur habt Ihr mehr Glück oder mehr Erfahrung oder einfach die richtige Jahreszeit gehabt. Ich habe keine Robben gesehen an der Küste, nur die am Pier 39 in SF. Und Wale schon gar nicht. Erst bei der Tour von Anacortes aus, aber ziemlich weit weg. Waren aber meine ersten Orcas ever 🙂
    Das Bild der Rauchsäule ist ja Hammermässig! Auch wenn es eigentlich nichts gutes bedeutet dieses Feuer, aber das Foto wirkt total klasse. Als ich da oben war, lag Schnee und man konnte keine 20m weit sehen.
    Freue mich schon auf Eure Crater Lake Bilder. Der See ist ja mal auch ein Augenschmaus. Und ich bin gespannt, ob Ihr in Crescent City und den Californian Redwoods gewesen seid.

    1. Kristin

      Cool, dann kennst du diese wunderschöne Gegend ja auch schon. Es war echt genial mit den ganzen Tieren! 🙂 Vielleicht lag es an der Jahreszeit. Wir waren Anfang August da, und du?
      Vom Crater Lake mit seiner krassen blauen Farbe waren wir auch völlig fasziniert. Bei den Redwoods waren wir leider nicht, dafür hat am Ende die Zeit einfach nicht gerreicht. Aber es war bestimmt nicht unsere letzte USA-Reise 😉 Wir sind schon gespannt auf deinen Beitrag!
      Liebe Grüße
      Kristin

      1. schwertiontour

        Ich war im April da. Am Crater Lake war ich am 06.04. und dann weiter nach Norden.
        Wird aber noch ein bischen dauern, bis ich an die USA Berichte komme, leider. Neben der Arbeit ist nicht so viel Zeit zum schreiben, eigentlich nur am Wochenende mal ein paar Stündchen. Aktuell bin ich ja noch an den Neuseeland-Berichten und schreibe gerade über meine Tour im Himalaya vor 2 Wochen. Die streue ich dann zwischendurch mal ein 🙂

        Schönes Wochenende wünsche ich Euch !
        Schwerti

        1. Kathrin Autor des Beitrags

          Ja, das kennen wir gut. Wir hinken auch noch mit einigen Reiseberichten hinterher. Auf deine Himalaya-Tour sind wir auch schon ganz gespannt!!!

  2. Pingback: Olympic National Park & Peninsula – Washington – Schwerti on Tour

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